Angiokeratom: Diagnose und Behandlung in Wien
Autorin: Dr. Lisa Schwarzbauer, Fachärztin für Dermatologie und Spezialistin für Angiokeratome | Stand: 28. Oktober 2026

Angiokeratome sind kleine, meist gutartige Gefäßveränderungen der Haut. Sie können einzeln oder in Gruppen auftreten, auch im Genitalbereich, zum Beispiel am Hodensack. Manche bestehen seit der Geburt oder Kindheit, andere entwickeln sich erst im Laufe des Lebens.
Die Veränderungen sind meist harmlos. Sie können dennoch belastend sein, etwa wenn sie sichtbar sind, wiederholt bluten oder im Intimbereich liegen. Bei Derma-Wien beurteilt Dr. Lisa Schwarzbauer, die sich auf die Behandlung von Angiokeratomen spezialisiert hat, den Befund und bespricht mit Ihnen geeignete Behandlungsmöglichkeiten.
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Was ist ein Angiokeratom?
Bei einem Angiokeratom sind kleine oberflächliche Blutgefäße erweitert. Die darüberliegende Haut kann leicht verdickt oder rau sein. Angiokeratome erscheinen oft als kleine rote, dunkelrote, violette oder bläuliche Punkte beziehungsweise Knötchen.
Es gibt unterschiedliche Formen. Ein einzelnes Angiokeratom kann an verschiedenen Körperstellen auftreten. Die als Angiokeratoma Fordyce bezeichnete Form findet sich häufig im Genitalbereich, bei Männern besonders am Hodensack. Eine andere Form kann bereits bei der Geburt oder im Kindesalter vorhanden sein, weitere Angiokeratome entstehen erst später. Andere Gefäßveränderungen der Haut finden Sie unter Blutschwämmchen / Angiome.
Welche Beschwerden können auftreten?
Angiokeratome verursachen häufig keine Beschwerden. Manche werden jedoch durch Reibung gereizt oder bluten nach einer kleinen Verletzung. Bei Veränderungen am Hodensack oder an anderen intimen Stellen können Scham, Unsicherheit oder Sorge vor einer sexuell übertragbaren Infektion entstehen.
Angiokeratome sind keine sexuell übertragbare Erkrankung. Trotzdem sollte eine neue oder veränderte Hautveränderung ärztlich beurteilt werden, weil andere Hautveränderungen ähnlich aussehen können.
Wie wird ein Angiokeratom festgestellt?
Die Diagnose erfolgt zunächst durch eine dermatologische Untersuchung. Dabei beurteilt die Hautärztin oder der Hautarzt Aussehen, Verteilung und Verlauf der Veränderungen. Eine Auflichtmikroskopie kann die Einschätzung ergänzen.
Wenn ein Befund untypisch ist oder Zweifel bestehen, können weitere Untersuchungen notwendig sein. Dazu kann in einzelnen Fällen auch eine Gewebeprobe gehören. Das ist wichtig, weil manche pigmentierten oder gefäßreichen Hautveränderungen einem Angiokeratom ähneln können, etwa ein blutendes oder verändertes Muttermal.
Behandlung mit Nd:YAG-Laser
Angiokeratome müssen nicht immer behandelt werden. Wenn sie Beschwerden verursachen oder als störend empfunden werden, kann eine Behandlung mit dem Nd:YAG-Laser infrage kommen. Der Laser wirkt gezielt auf die erweiterten Gefäße. Studien beschreiben den Nd:YAG-Laser als wirksame Behandlungsoption, insbesondere bei Angiokeratomen vom Fordyce-Typ. Welche Einstellung passt, hängt unter anderem von Größe, Anzahl und Lage der Veränderungen ab. Mehr zu unseren Lasersystemen finden Sie unter Laserbehandlung.
Nach der Behandlung kann die Haut vorübergehend leicht gerötet sein. Je nach Befund sind auch andere lokale Reaktionen möglich. Die Behandlung ist in der Regel narbenarm, ein vollständig risikofreies Ergebnis kann jedoch nicht zugesichert werden. Im Beratungsgespräch erklären wir, was bei Ihrem Befund zu erwarten ist und ob mehrere Sitzungen sinnvoll sein können.
Beratung bei Dr. Lisa Schwarzbauer
Dr. Lisa Schwarzbauer ist Fachärztin für Dermatologie und verfügt über Erfahrung mit dermatologischen Laserbehandlungen. Sie hat sich auf die Behandlung von Angiokeratomen spezialisiert. Im Gespräch beurteilt sie den Befund, bespricht Ihre Fragen und erklärt, ob eine Laserbehandlung für Sie infrage kommt.
Vereinbaren Sie einen Beratungstermin bei Derma-Wien. Auch wenn Ihnen die Veränderungen unangenehm sind, können Sie das Thema offen ansprechen. Die Beratung findet in einem medizinischen Rahmen und mit der nötigen Diskretion statt.
Häufige Fragen zu Angiokeratomen
Sind Angiokeratome gefährlich?
Angiokeratome sind in der Regel gutartige Gefäßveränderungen. Neue, wachsende, ungewöhnlich gefärbte oder wiederholt blutende Hautveränderungen sollten dennoch dermatologisch untersucht werden, bevor eine Behandlung geplant wird.
Können Angiokeratome angeboren sein?
Ja. Bestimmte Formen können bei der Geburt oder im Kindesalter vorhanden sein. Andere entstehen erst später und können mit der Zeit zunehmen.
Können Angiokeratome am Hodensack auftreten?
Ja. Angiokeratome vom Fordyce-Typ treten häufig am Hodensack auf. Ähnliche Veränderungen können auch im Bereich der Vulva vorkommen.
Ist ein Angiokeratom ansteckend?
Nein. Ein Angiokeratom ist keine Infektion und wird nicht sexuell übertragen. Bei Unsicherheit kann eine dermatologische Untersuchung klären, um welche Hautveränderung es sich handelt.
Muss jedes Angiokeratom behandelt werden?
Nein. Wenn keine Beschwerden bestehen und die Diagnose gesichert ist, ist oft keine Behandlung nötig. Eine Behandlung kann besprochen werden, wenn die Veränderungen bluten, reizen oder Sie persönlich belasten.
Was passiert nach einer Nd:YAG-Laserbehandlung?
Die Haut kann vorübergehend leicht gerötet sein. Welche Nachsorge nötig ist und worauf Sie achten sollten, erfahren Sie vor der Behandlung. Das hängt auch von der behandelten Region und dem Umfang ab.

