KRÄTZE

Unter Scabies oder Krätze wird eine, durch die Krätzmilbe verursachte, Hauterkrankung verstanden. Es ist eine ansteckende Erkrankung, die sich bestens behandeln lässt.

Krätze jucken Hals bei einer Frau

 

 

 

Foto: Denis Mamin -  stock.adobe.com

Für alle weiteren Informationen und Therapiemöglichkeiten, stehe ich Ihnen in meiner Praxis gerne zur Verfügung.

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 Was ist Scabies/Krätze?  

Juckreiz auf der Haut ist ein sehr belastender Zustand. Dieses Symptom kann viele Ursachen haben. Eine davon ist die durch Milben hervorgerufene Erkrankung Scabies (lat. scabere = kratzen), im Volksmund Krätze genannt. 

Man mag denken, dass Krätze eine lange ausgerottete Krankheit ist. Tatsache ist, dass aktuell viele Menschen, aus allen sozialen Schichten, darunter leiden.

Begünstigt wird die Erkrankung durch ein geschwächtes Immunsystem. Sie tritt gerne dort in Erscheinung wo viele Menschen auf engem Raum zusammenleben und arbeiten: in Gemeinschaftseinrichtungen, z.B. Schulen, Pflegeheimen, Obdachlosenheimen, Flüchtlingsunterkünften. Beengte Verhältnisse, mangelnde Hygiene begünstigen die weitere Ausbreitung.  

 

 Wie verhalten sich die Krätzmilben, wie kommt eine Infektion zu Stande?  

Krätzen gehören zu den Spinnentieren und sind als Parasiten, spezifisch für den Menschen. Sie brauchen  einen menschlichen Wirt, Haustiere werden nicht befallen. Mit bloßem Auge sind sie kaum sichtbar (< 0,5 mm). Sie leben in der Haut des von ihnen befallenen Menschen und graben bis zu mehreren Zentimetern lange Gänge in der Hornschicht. Angekommen, legt die Milbe in den nächsten 4 bis 6 Wochen ihre Eier ab, hinterlässt Exkremente. Sie sind durch Wasser und Seife nicht zu entfernen, da sie in der schützenden Hornschicht nisten. Nach 2 bis 4 Tagen schlüpfen aus Eiern Larven, die nach weiteren 2 bis 3 Wochen zu geschlechtsreifen Milben heranwachsen.

Außerhalb des Menschen (Bettwäsche, Kleidung, Möbel) variiert die Bewegungsfähigkeit der Milben, in Abhängigkeit von den Umweltbedingungen. Doch selbst bei optimalen Voraussetzungen kann die Milbe nicht länger als 2 Tage ohne Wirt (Mensch) überleben. 

 

 Wie wird Scabies übertragen? 

Die Übertragung erfolgt meist auf direktem Wege, von Mensch zu Mensch, bei länger andauerndem, intensivem Hautkontakt. Händeschütteln, eine kurze Umarmung, die gemeinsame Nutzung von Gegenständen, reichen im Regelfall für eine Ansteckung nicht aus.

Ein höheres Risiko ist intimer Körperkontakt (Kuscheln, Sex) in einem Bett. Möglich ist eine indirekte Übertragung, z.B. durch mit Scabies kontaminierter Wäsche.

Die Inkubationszeit beträgt zwischen 2 und 6 Wochen, im Falle einer wiederholten Ansteckung auch weniger, da die Milben mit dem Immunsystem bereits vertraut sind (Sensibilisierung).

 

 Wie erkennen Sie Scabies?

Meist fängt die Krätze mit einem dezenten Jucken an. Bald steigert sich der Reiz, die Haut brennt, die Schlafruhe ist gestört, weil die Bettwärme die Milben beweglich macht. Erste betroffene Stellen sind Bereiche mit dünner Hornschicht: Finger und Zehen, unter den Achseln, an den Leisten, im Genitalbereich, auf den Handgelenken, rund um den Bauchnabel.

Der Kopfbereich ist selten bei Erwachsenen, öfter bei Kleinkindern betroffen. Die Haut verändert sich, es entstehen Bläschen, Knoten, Krusten. Häufig kommen Superinfektionen mit Bakterien dazu, da die Hautbarriere durch Kratzverletzungen gestört ist. Mit Hilfe eines Dermatoskops lassen sich die typischen Gänge nachweisen. Häufig sind, trotz ausgeprägtem Befund, nur wenige Milben vorhanden.

 

 Wie werden Scabies / Krätzmilben behandelt?

Wenn die vorgeschlagenen therapeutischen Maßnahmen korrekt befolgt werden, sind die Heilungschancen gut. Im gegenteiligen Fall kann eine Re-Infektion erfolgen. Eine erfolgreiche Behandlung dauert in aller Regel wenige Tage. Sie besteht in einer medikamentösen Therapie (topisch oder als Tablette) und begleitenden hygienischen Maßnahmen.

 Wasser, Seife, normale Hautdesinfektion beseitigen die Milben nicht, pflanzlicher Produkte wie Neem- oder Teebaumöl und Schwefelprodukte sind nicht ausreichend wirksam.

Die eingesetzten Produkte sind individuell vom Status und vom Befund abhängig. In einem gemeinsamen Gespräch und einer umfassenden Analyse entscheiden wir, welche Therapie am besten geeignet ist. In der Regel ist nach einer Anschlußbehandlung ein sehr guter Therapieerfolg gewährleistet.

 

 Welche weiteren Maßnahmen sind zu empfehlen?

Falls bei Ihnen, Angehörigen oder Kontaktpersonen Scabies diagnostiziert wurde, sollten, auch dann, wenn noch kein Juckreiz vorliegt, alle Personen, die in einem engeren Kontakt stehen, behandelt werden.

Nach einer erfolgreichen Behandlung ist weiterhin Juckreiz zu verspüren, man spricht von einem postscabiösem Ekzem. Konsequente Pflege und evtl. eine leichte Cortisoncreme zur Beschwerdelinderung sind hilfreich.

Zusammenfassend: Scabies lässt sich sehr gut und wirksam medikamentös behandeln. Gerne helfe ich Ihnen zu verstehen, was bei dieser Erkrankung passiert und wie die begleitenden, unerlässlichen, Hygienemaßnahmen korrekt durchzuführen sind.

Welche Hygienemaßnahmen sind erforderlich?

Alle Hygienemaßnahmen setzen voraus, dass der gesamte Haushalt behandelt wird:

  • Finger-/Zehennägel kurzhalten
  • nach dem Eincremen Hände nicht waschen
  • nach Anwendung der Medikamente, unbedingt Kleidung wechseln, da sich in der getragenen Kleidung Krätzmilben aufhalten können. 
  • Handtücher, Bettwäsche und Unterwäsche der letzten 4 Tage sind bei 60°C in der Waschmaschine zu waschen. 
  • Für mindestens 4 Tage sind Bekleidung, Bettwäsche und Handtücher täglich zu wechseln und bei 60°C zu waschen
  • Oberkleidung, Schuhe und andere Gegenstände mit längerem Körperkontakt, die nicht gewaschen werden können (Plüschtiere, Jacken usw.), für mindestens 4 Tage in einen Plastiksack bei Raumtemperatur lagern. Nach diesem Zeitraum sind die Krätzmilben nicht mehr lebensfähig. 
  • Während der Behandlung ist darauf zu achten, dass jede Person eigene Handtücher, Decken und Kissen benutzt und auf engen Körperkontakt ist zu verzichten.
  • Teppiche, Matratzen und Möbel können mittels Staubsaugen einmal gründlich gereinigt werden.

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  • Der Termin war erfreulicherweise noch am selben Tag.
    Dr. Bisschoff nimmt sich für seine Patienten viel Zeit und hat ein offenes Ohr für alle Fragen.
    Auf jeden Fall ein Arzt zum Weiterempfehlen.
     
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