Schwangerschaftsbedingte Hautveränderungen

Während der Schwangerschaft können eine Reihe an schwangerschaftsbezogenen Hautveränderungen auftreten. 

Foto: © Андрей Журавлев  - stock.adobe.com

 

 

Welche Hautveränderungen treten während der Schwangerschaft auf?


Es können eine ganze Reihe an Hautveränderungen auftreten. So können sich vorbestehende Hauterkrankungen verstärken, schwangerschaftsspezifische Hauterkrankungen auftreten als auch Veränderungen durch die Hormonumstellung entstehen. 
 

Verstärkte Pigmentbildung: Der Brustwarzenhof, der Genitalbereich und die senkrechte Bindegewebsnaht sind am häufigsten betroffen.
 

Melasma: Im Gesicht können Sommersprossen und erhöhte Pigmentierung auftreten.
 

Muttermalveränderungen: Der häufigste Krebs in der Schwangerschaft ist das Melanom (schwarzer Hautkrebs).
 

Dehnungsstreifen: Dehnungsstreifen am Bauch verblassen und werden zu hautfarbenen Linien. Nach der Geburt werden sie meist kleiner, verschwinden in der Regel aber nicht gänzlich. 
 

Haar- und Nagelveränderungen: Die Kopf- und Körperbehaarung kann durch die Schwangerschaft sowohl zu- als auch abnehmen. Vor allem nach der Geburt kommt es zu vermehrtem Haarausfall bei vielen Frauen.
 

Veränderungen der Blutgefäße: Erweiterung der kleinen Hautgefäße im Gesicht, am Hals, am Brustkorb und den Armen (Blutschwämmchen, Hämangiome). Ebenso können Rötungen der Handflächen auftreten und Krampfadern an Beinen, im Genitalbereich sowie Hämorrhoiden entstehen. 
Juckreiz: Schwangerschaftsjuckreiz ist ein weit verbreitetes Phänomen. Studien zufolge sind bis zu 20 % aller Schwangeren von einem Juckreiz betroffen.

 

Schwangerschaftsdermatosen: Die Erkrankung kann in jedem Schwangerschaftsabschnitt auftreten, in seltenen Fällen auch erst kurz nach der Geburt. Symptome sind häufig starker Juckreiz, leicht erhabene, gerötete Knötchen, Ekzeme und teilweise auch Bläschen. Der Ausschlag kann girlandenförmig sein, tritt am Bauch auf und kann sich auf das Gesäß und die Oberschenkel ausbreiten. Neben Schwangerschaftsdermatosen, die für das ungeborene Kind ungefährlich sind, existieren auch welche, die sich ungünstig auf den Schwangerschaftsverlauf und das Neugeborene auswirken können und engmaschige Kontrollen des Kindes (zB Ultraschall) erfordern. Aufgrunddessen sollte bei unklaren Hautveränderungen oder anhaltendem Juckreiz in der Schwangerschaft eine Vorstellung beim Hautarzt zur weiteren Abklärung erfolgen (evtl. Entnahme einer Blutprobe erforderlich).
 

Vorbestehende Autoimmunerkrankungen: Psoriasis (Schuppenflechte) und systemischer Lupus erythematodes können sich während der Schwangerschaft verändern. Üblicherweise wird Psoriasis während der Schwangerschaft besser, systemischer Lupus erythematodes schlechter. Nach der Entbindung kann es bei Psoriasis zum Schub kommen. 


Infektionen: Gewisse Infektionskrankheiten können aufgrund immunologischer Veränderungen während der Schwangerschaft gehäuft auftreten (zB Pityriasis rosea) und bei Übertragung auf das Kind dieses auch gefährden (Herpes-Infektionen wie zB Fieberbläschen der Lippen oder Windpocken).


Was ist die Ursache der schwangerschaftsbezogenen Hautveränderungen?


Eine Schwangerschaft geht mit komplexen hormonellen Veränderungen einher. Diese wiederum verändern die Gefäße, das Immunsystem und den Stoffwechsel. Diese Veränderungen können Trigger für Hautveränderungen sein und vorbestehende Hauterkrankungen beeinflussen. 

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Wie häufig sind schwangerschaftsbedingte Hautveränderungen?


·    Haar- und Nagelveränderungen: bei der absoluten Mehrzahl der Schwangeren
·    Vermehrte lokale Pigmentierung der Haut (Melasma): bei bis zu 90 % der Schwangeren
·    Dehnungsstreifen: bei bis zu 90 % der Schwangeren
·    Juckreiz: eine aus 5 bis 20 Schwangeren 
·    Krampfadern: bei 35 % der Erstgebärenden und 70 % der Mehrfachgebärenden
·    Schwangerschaftsdermatose: eine aus 160 bis 200 Schwangeren 

 

Welche diagnostischen Verfahren und Behandlung kommen in Frage?
 

Während der Schwangerschaft und Stillzeit wird überwiegend eine Blickdiagnose angewandt. Bestehen Unklarheiten, werden Blut- und Hautproben entnommen und zur weiteren Untersuchung ins Labor geschickt.  Weil die Muttermale sich in der Schwangerschaft verändern können, gehört eine regelmäßige Hautkrebsvorsorge auch zum Standardprogramm.
Falls nach der Schwangerschaft Krampfadern entstanden sind, wird eine Venenuntersuchung empfohlen, um eine entsprechende Therapie zu planen. Wir empfehlen eine Vorstellung circa 6 Monate nach Entbindung, da sich nach der Geburt einige Veränderungen auch wieder zurückbilden können.
Juckende Hautveränderungen können mit Kortisonpräparaten behandelt werden. Teilweise reicht es aber auch, Feuchtigkeitscreme oder harnstoffhaltige Cremes aufzutragen. Außerdem soll darauf geachtet werden, mildere Seifen und Duschlotionen zu verwenden. 

 

Frau Dr. Spiegelfeld leitet eine Spezialambulanz für Frauen- und Kinderdermatologie mit speziellem Fokus auf die Haut während der Schwangerschaft. Vereinbaren Sie bei ihr und auch einem der anderen Hautärzte in unserer Praxis in Wien einen Termin, um sich umfassend beraten zu lassen. 

 

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    Dr. Bisschoff nimmt sich für seine Patienten viel Zeit und hat ein offenes Ohr für alle Fragen.
    Auf jeden Fall ein Arzt zum Weiterempfehlen.
     
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